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Heizen im Tiny House

Behagliche Wärme für dein Tiny House

Eine Infrarotheizung ist eine platzsparende, unkomplizierte, effiziente und schicke Möglichkeit dein Tiny House zu heizen. In der kalten Jahreszeit möchten wir unser Tiny House auf ein gleichbleibend angenehmes Temperaturniveau heizen. Die gewünschte Raumtemperatur wird dabei im Idealfall schnell erreicht, konstant gehalten und trägt somit zu unserem Wohlbefinden bei. Infrarotheizungen, ähneln mit ihrer Strahlungswärme physikalisch dem energiereichen Sonnenlicht oder der Wärme eines Kachelofens.

Das Infrarot-Prinzip

Eine Infrarotheizung sendet Wärmestrahlen aus, die von allen festen Körpern im Raum aufgenommen werden. Der erwärmte Körper oder Gegenstand speichert die Wärme bis zu dreimal länger als die Luft und gibt sie wieder in die Umgebung ab. So findet ein stetiger und gegenseitiger Wärmeaustausch statt.

Die Infrarotheizsysteme mit ihrer Wärmestrahlung sorgen zudem für eine konstante Trocknung der Wände, wodurch die Schimmelbildung nahezu keine Chance mehr hat. Auch das Staubaufkommen reduziert sich merklich und lässt dich wieder besser durchatmen. Infrarotheizsysteme können an der Wand, der Decke oder als Standheizung installiert werden. So gewährleisten sie eine gleichmäßige und effiziente Raumtemperatur und sorgen für ein optimales
Raumklima. Für einen optimalen Betrieb sollte die Infrarotheizung ihre Wärmestrahlung gegen den Boden oder eine gegenüberliegende Wand ungehindert abstrahlen können. Die Reichweite der Wärmestrahlung beträgt ca. 4 m, was für ein Tiny House in fast jedem Fall völlig ausreichend ist.

Elektrisch heizen? Selbstverständlich!

Das Heizen mit Strom galt lange als ineffizient und unkomfortabel. Wir erinnern uns an Nachtspeicheröfen, die „endlos“ Energie aus den Leitungen gezogen haben und extrem träge waren. Ein elementarer Unterschied der modernen Infrarotheizung zu etablierten Heizungssystemen ist das Funktionsprinzip: Statt die Wärme über Konvektion im Raum zu verteilen, strahlen die Infrarot-Heizkörper umgebende Wände und Möbel an und regen diese Gebäudeteile zum passiven „Mitheizen“ an. Mehr zu diesem Thema gibt es bei unserem Partner Indiviva! Hier geht es zum Blogartikel!

Die Wärmepumpe im Tiny House

Die sogenannten Wärmepumpen beziehen die Wärmeenergie aus Luft, Wasser oder dem Erdreich. Bei allen drei Typen von Wärmepumpen gilt das gleiche Prinzip: Der Umgebung wird Heizwärme entzogen und dann anschließend in den eigenen vier Wänden verfügbar gemacht. Bei modernen Wärmepumpen beträgt die Ausschöpfung solch kostenloser Umweltenergie 75–80 Prozent – bei 20–25 Prozent benötigter Antriebsenergie.

Im Tiny House macht es aus Platzgründen am meisten Sinn ein Klimagerät (ein sog. Splitgerät, Außengerät und Innengerät) zum Heizen und auch zum Kühlen zu verwenden. Warmwasser kann es nicht erzeugen. Hier benötigt man einen Durchlauferhitzer o. ä. Da der Wärmebezug über Luft-Wärmepumpen stärker von den Außentemperaturen abhängig ist, als bei Erd-Wärmepumpen und Wasser-Wärmepumpen können Erstere bei niedrigen Umgebungstemperaturen
jedoch mehr Strom verbrauchen, um die benötigte Wärmeenergie zu generieren. Der Wirkungsgrad bei normalen Temperaturen liegt dennoch bei 1 : 4 (Bsp. 800Watt Strom einspeisen und 3,2KW Heizleistung erhalten), da es in den letzten Jahren nur an einigen wenigen Tagen sehr kalt wird arbeitet die Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt sehr effizient und ist CO2-neutral – sofern sie mit Ökostrom betrieben wird.

Wird die Wärmepumpe zum Heizen genutzt, müssen keine Brennstoffe gelagert werden. Ein zusätzlicher Vorratsspeicher oder sogar ein Öltank werden deshalb nicht benötigt. Auch bei längerfristigem Betrieb muss nur wenig Zeit und Energie in die Wartung investiert werden. Die Anschaffungskosten sind im Vergleich gering. Mit einer Luft-Wärmepumpe (LWP) kann man auch mehrere Tinys heizen und Warmwasser produzieren. Denkbar wäre eine Heizungsanlage für 3 Tinys oder mehr. Je mehr es sind, je günstiger wird es Pro Haus.

Tiny House mit Gas heizen

Viele Tiny Houses werden aus Platzgründen oder der Einfachheit halber mit Gas beheizt. Gasheizungen gibt es mit einer Warmwasser-Kombi, sodass ihr die Räume beheizen und auch warmes Wasser bereiten könnt. Das Propangas kommt meist aus der Flasche, außer es liegt eine Gasleitung am Grundstück an oder ihr stellt einen Gastank neben euer Tiny House. Mit der Gasheizung wird durch Verbrennen die Wärme an einen Wärmeträger übertragen, entweder
Wasser oder Luft. Um die Wärme dann in die entsprechenden Räume zu bekommen, benötigt ihr eine sogenannte Umwälzeinrichtung. Mit einer Gasheizung habt ihr eine Art Zentralheizung fürs Tiny House.

Mit Gas könnt ihr alle Räume eures Tiny Houses heizen und gleichzeitig Warmwasser bereiten, auch eine Fußbodenheizung ist möglich. Allerdings ist Gas ein fossiler Brennstoff und ohne Gasanschluss müsst ihr regelmäßig für Gasflaschen-Nachschub sorgen. Die Betriebskosten sind verhältnismäßig günstig, werden aber in Zukunft steigen. Heizungsanlagen, die mit Flüssiggas betrieben werden, müssen von einem Prüfer abgenommen und regelmäßig gewartet werden. Prüft also vor dem Einbau, ob die gewünschte Gasheizung für eure Art des Tiny Houses zugelassen ist. Für mobile Tiny Houses gibt es da nämlich Beschränkungen.
Und das Gewicht sowie der Platzbedarf sind nicht unerheblich. Die Anschaffungskosten sind im Vergleich sehr hoch.

Fußbodenheizung

Eine weitere Möglichkeit, das Tiny House mit Strom zu beheizen, ist eine elektrische Fußbodenheizung. Fußbodenheizungen gehören zu den Flächenheizungen. Das System ist variabel in der Leistung (45-110W/Lfm), wird konfektioniert und ist leicht zu verlegen und schnell einsatzbereit. Aber es sind nicht alle Materialien als Fußbodenbelag geeignet, hier muss man genau gucken. Mit dem richtigen Fußbodenbelag ist es aber sehr komfortabel.

Die Anschaffungskosten sind im Vergleich gering.

Fazit

Jede der vorgestellten Heizungen fürs Tiny House hat Vorteile und Nachteile. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es schlicht nicht. Ihr müsst also für euch beurteilen, was euch wichtig ist, welches Budget zur Verfügung steht und welche Heizung für euch passt. Wenn ihr euch nicht gerade für eine gasbetriebene Heizung für euer Tiny House entscheidet, kann es sinnvoll sein, zwei Heizungsarten zu kombinieren. Zum Beispiel die Wärmepumpe mit der Fußbodenheizung
oder einer Infrarot-Spiegelheizung im Badezimmer.

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